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AKTUELLESHOHES ARMUTSRISIKO IM ALTER FÜR FRAUEN
HOHES ARMUTSRISIKO IM ALTER FÜR FRAUEN

4. März 2009

Landesfrauenrat und Sozialverbände in Thüringen warnen vor Altersarmut von Frauen

Die im Auftrag des Landesfrauenrates Thüringen erstellte Studie „Fatale Fakten“ wirft ein dramatisches Licht auf die Situation der Rentnerinnen in Thüringen. So sind die Renten der Rentnerinnen aus der Sozialversicherung in Thüringen kaum gestiegen: Der durchschnittlich ausgezahlte Altersrentenbetrag stieg von 2004 bis 2007 um acht Euro von 655 Euro 2004 auf 663 Euro im Jahr 2007. Das entspricht einem prozentualen Zuwachs von 1,2 Prozent in drei Jahren. Im gleichen Zeitraum stiegen in Thüringen die  Preise der Lebenshaltung um 5,5 Prozent, Noch dramatischer wird sich die Einkommenslage für ältere Frauen in Thüringen in den nächsten Jahren entwickeln. So sind in den neuen Bundesländern die Rentenbeträge für Frauen bei den Rentenzugängen von Jahr zu Jahr gesunken von 679 Euro im Jahr 2000 auf  645 Euro im Jahr 2007, in Thüringen beträgt sie nur noch 643 Euro, deutlich weniger als die bisherigen Bestandsrentnerinnen beziehen.

„Schon heute ist für viele Frauen in Thüringen die Altersarmut keine Fiktion“, so Silke Bemman, Vorsitzende des Landesfrauenrates: „9 Prozent aller Frauen, die älter als 65 Jahre sind, verfügen über ein monatliches Nettoeinkommen von weniger als 500 Euro, weitere 25 Prozent dieser Altersgruppe müssen sich mit einem monatlichen Nettoeinkommen zwischen 500 bis 700 Euro begnügen. Das ist unzumutbar in einem so reichen Land wie Deutschland “ kritisiert Bemmann und ergänzt „Es ist ein Drama und auch eine Missachtung der Lebensleistung der Frauen, die ihr Leben lang gearbeitet haben und dann im Alter in Armut leben müssen.“

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