ZUM LEBEN ZU WENIG
Der Job unsicher. Lohndumping keine Seltenheit. Die Rente bis zu 25% gekürzt. Und bis 67 schaffen es viele nicht. So bleibt auch fürs Alter zum Leben zu wenig. Bis zu 25% Rentenkürzung können nur die wenigsten verkraften. Die Gewerkschaften sorgen für mehr Sicherheit. Auch mit der betrieblichen und tariflichen Altersvorsorge.
Das Problem mit der Rente
Die Finanzmarktkrise macht klar: Die gesetzliche Rente ist sicherer als jede Privatversicherung. Doch die Fundamente haben Risse bekommen: Rentenkürzungen bis zu 25 % und immer mehr Billigjobs ohne jede Absicherung. Die Beschäftigten sollen mehr privat vorsorgen. Viele wissen nicht wovon. Millionen Menschen droht in Zukunft Altersarmut.
DGB und Gewerkschaften stehen für eine starke gesetzliche Rentenversicherung und mehr Sicherheit – auch durch anständige Löhne und die tarifliche Altersvorsorge. Trotzdem reicht es für viele Beschäftigte nicht. Die Arbeitgeber zahlen zu wenig für die Rente und immer häufiger Dumpinglöhne. Die Folgen sind verheerend. Denn Mini-Löhne führen zu Mini-Renten. Wir brauchen dringend Reformen bei der Rente und am Arbeitsmarkt. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, muss sich auf eine gute Rente verlassen können. Dafür kämpfen wir.
Keine Chance mit 67
Die Bundesregierung hält bislang stur an der Rente mit 67 fest. Für viele ist das nichts anderes als eine zusätzliche Rentenkürzung. Wir werden weiter daran rütteln. Und wollen die 67 kippen. Warum? Gerade jeder Fünfte schafft es in die Altersrente mit 65 Jahren. Und nur die Hälfte der Menschen über 55 Jahren hat überhaupt noch eine Arbeit. Rente mit 67 - das bedeutet für viele: Hartz IV, Ersparnisse weg und heftige Abschläge bei der Rente. Die Rente mit 67 kann ein ganzes Arbeitsleben entwerten. Deshalb: Nein zur Rente mit 67.
Die Lösung: Eine für Alle
Die DGB-Gewerkschaften wollen eine starke gesetzliche Rentenversicherung für alle. Arbeitgeber, Politiker und auch Manager müssen mehr zur solidarischen Alterssicherung beitragen. Eine solche ‚Erwerbstätigenversicherung’ bietet allen Beschäftigten Sicherheit und Spielräume für eine starke Rente. So gestalten wir die Zukunft.
Das DGB-Reformkonzept: Gute Arbeit und anständige Löhne
Wer mit Hungerlöhnen abgespeist wird, dem bleibt auch im Alter zu wenig. Der DGB fordert auch deshalb Mindestlöhne von nicht unter 7,50 Euro. Außerdem: Die Rente für Geringverdiener muss aufgewertet werden.
Mehr Schutz bei Arbeitslosigkeit
Langzeitarbeitslosigkeit muss vermieden werden. Wer aber keine Arbeit findet, bekommt für ein Jahr Hartz IV nur 2,19 Euro Rente. Das ist einfach zu wenig.
Und wenn’s nicht mehr geht...
Arbeit darf nicht krank machen. Doch die Belastungen am Arbeitsplatz steigen. Wer aus gesundheitlichen Gründen vom Arbeitsmarkt gedrängt wird, darf bei der Rente nicht zusätzlich betraft werden. Konkret: Die Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente müssen weg.