DGB
DIE KAMPAGNEERWERBS- MINDERUNGFÜR EINE GERECHTERE UND SOZIALERE ERWERBSMINDERUNGSRENTE
Für eine gerechtere und sozialere Erwerbsminderungsrente

Es ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit: Wer infolge seiner Arbeit krank wird und nicht mehr arbeiten kann, darf nicht noch durch Rentenabschläge bestraft werden. Genau dies ist aber bei der derzeitigen Regelung der Erwerbsminderungsrente der Fall. Wir fordern daher eine gerechtere Ausgestaltung dieses wichtigen sozialpolitischen Instruments:

  • Die Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente müssen entfallen. Niemand wünscht sich, krank zu werden und deshalb frühzeitig aus dem Berufsleben gedrängt zu werden. Daher besteht kein Grund für die Beibehaltung dieser Abschläge. Wohl aber für ihre Abschaffung. Denn es darf nicht sein, dass das Niveau der Erwerbsminderungsrente weiterhin auf einem so niedrigen Niveau – hart am Existenzminimum – verbleibt, wie es derzeit der Fall ist, oder sogar noch weiter absinkt. Erwerbsgeminderte haben das Recht auf eine vernünftige und auskömmliche soziale Absicherung.

  • Der Zugang zur Erwerbsminderungsrente muss erleichtert werden. Das heißt: Weg mit den unverhältnismäßig hohen rechtlichen und bürokratischen Hürden. Wer durch seine Arbeit krank geworden ist, sollte ein Recht auf den Bezug einer Erwerbsminderungsrente haben, ohne ständig aufs Neue darum kämpfen zu müssen. Hier geht es auch um die Würde der Betroffenen.

  • Vor allem für die älteren Erwerbsgeminderten jenseits der 55, die nur noch leichte Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes verrichten können und denen kein geeigneter Arbeitsplatz nachgewiesen werden kann, muss der Zugang zur Erwerbsminderungsrente erleichtert werden. Gerade diese Gruppe benötigt einen angemessenen flexiblen Übergang in den Ruhestand.