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Niedriglohn: Ein Problem auch fürs Alter

Nahezu ein Viertel der Beschäftigten muss im Niedriglohnsektor arbeiten – im Schnitt mit einem Stundenlohn von 6,89 Euro (West) und 4,86 Euro (Ost). Zwei Millionen Menschen schlagen sich als Doppeljobber durch. Fast fünf Millionen haben nur einen Minijob. Die Folge: Armut trotz Arbeit. Für die Rente bleibt am Ende noch weniger. Private Vorsorge? Praktisch unmöglich.

Die Hartz-Reformen haben diesen gefährlichen Sog verursacht. Arbeitslose müssen praktisch jeden Billigjob annehmen. Außerdem verweigern sich immer mehr Arbeitgeber Tarifverträgen und drücken schamlos die Löhne. Übrigens auch durch massiven Missbrauch bei der Leiharbeit. Mit Hungerlöhnen muss endlich Schluss sein.

Nicht unter 7,50 Euro: Mindestlöhne helfen jetzt und auch fürs Alter

Lohndumping ist auch Rentenklau. Wir kämpfen für anständige Löhne und gute Arbeit für alle. Als unterste Auffanglinie brauchen wir flächendeckende Mindestlöhne nicht unter 7,50 Euro pro Stunde. Das hilft jetzt – und später für die Rente. Außerdem sollen die Renten von Geringverdienern aufgewertet werden. So kann Altersarmut vermieden werden.

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KARSTA, 48, GÄRTNERIN

„Die Leute werden heutzutage ausgenutzt. Man kriegt nur befristete Verträge und wird schlecht bezahlt. Das macht Angst und nimmt einem jeden Mut. Leistung wird überhaupt nicht mehr honoriert. Von 1.366 Euro im Monat kann man kaum leben und schon gar nicht für die Zukunft vorsorgen. Wir brauchen einen gesetzlichen Mindestlohn. Das ist auch gut für die Wirtschaft. Wer vernünftig verdient, kauft auch ein und sorgt für das Alter vor.”